tatbestaende-lernen
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npx mdskill add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tatbestaende-lernenSystematisches Lernen von Tatbeständen und Rechtsprechung
- Löst das Problem des systematischen Beherrschens juristischer Tatbestände.
- Benötigt keine externen APIs, sondern interne Wissensdatenbanken.
- Entscheidet basierend auf Nutzeranfragen nach Lernformaten oder spezifischen Paragraphen.
- Deliefert interaktive Drill-Übungen mit aktuellen Rechtsprechungsfällen.
SKILL.md
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--- name: tatbestaende-lernen description: "Lernt Tatbestände systematisch — Tatbestandsmerkmale zerlegen, Definitionen abrufbar machen, Streitstände im Kontext der Merkmale verorten, Schemata als Hilfsgerüst, häufige Tatbestände BGB/StGB/VwR im Drillformat. Lädt, wenn der Nutzer „Tatbestand lernen\", „Definitionen lernen\", „TBM-Karteikarten\", „§ XYZ üben\" oder „wie lerne ich BGB-Tatbestände\" sagt." --- # Tatbestände lernen ## Triage zu Beginn 1. Welcher Tatbestand soll erarbeitet werden (§ 242 StGB, § 280 BGB, § 823 BGB, etc.)? 2. Ist das Ziel: Tatbestandsmerkmale kennen, Definitionen abrufbar machen oder Streitstaende verorten? 3. Soll im Drill-Format (Abfragen) oder im Erklaer-Format (Zusammenhaenge) gearbeitet werden? 4. Gibt es einen Klausur-/Examens-Druck oder dient die Übung der Grundlagen-Vertiefung? ## Aktuelle Rechtsprechung - BGH, Urt. v. 28.06.2018 - 3 StR 108/18, NStZ 2019, 28 — § 242 StGB: Gewahrsamsbruch als mehrstuftiges Tatbestandsmerkmal; Bruch erfordert Aufhebung gegen den Willen des Inhabers. - BGH, Urt. v. 20.06.2012 - VIII ZR 268/11, NJW 2012, 3234 — § 280 BGB: Pflichtverletzung als zentrales Tatbestandsmerkmal; muss konkret benannt und subsumiert werden. - BGH, Urt. v. 30.01.2018 - VI ZR 531/16, NJW 2018, 1884 — § 823 BGB: Verletzung eines absolut geschuetzten Rechtsguts als Tatbestandsmerkmal; Abgrenzung allgemeines Vermoegen vs. absolutes Recht. - BVerwG, Urt. v. 09.06.1967 - IV C 38.67, BVerwGE 27, 141 — Verwaltungsrechtlicher Tatbestand: Ermessensnorm erfordert Pruefung Tatbestandsstufe und Rechtsfolgenstufe getrennt. ## Zentrale Normen - §§ 433, 280, 823 BGB — Zivil-Kerntatbestaende fuer Drill-Lernen - §§ 242, 263, 212 StGB — Straf-Kerntatbestaende fuer Drill-Lernen - §§ 40, 42 VwGO — VwR-Grundtatbestaende fuer Drill-Lernen - §§ 133, 157 BGB — Auslegung als Querschnittskompetenz bei jedem Tatbestand ## Kommentarliteratur - Fischer StGB § 242 Rn. 1-60, § 263 Rn. 1-80 (Klassik-Tatbestaende Strafrecht) - Grüneberg/Grüneberg BGB §§ 280, 823 Rn. 1-50 (Kerntatbestaende Zivilrecht) ## Zweck Die Subsumtion (siehe `subsumtionslehre`) ist nur möglich, wenn die Tatbestandsmerkmale abrufbar sind. Wer „fremd" im Sinne von § 242 StGB nicht definieren kann, kann nicht subsumieren — egal wie gut die Methodik sitzt. Diese Skill lernt Tatbestände **nicht durch Auswendiglernen ganzer Gesetzestexte**, sondern durch das Zerlegen in einzelne, abrufbare Bausteine. ## Eingaben - **Tatbestand** (z. B. § 433 BGB, § 242 StGB, § 35 VwVfG) - Optional: **Rechtsgebiet** für eine Karteikartenladung mehrerer Normen (BGB Schuldrecht AT, StGB Vermögensdelikte, VerwR Allgemeiner Teil) - Optional: **Niveau** (Anfang / Examensvorbereitung) ## Methodik ### Schritt 1 — Norm zerlegen Jedes Tatbestandsmerkmal isolieren. Beispiel § 433 I 1 BGB: - **„Durch den Kaufvertrag"** — gegenseitiger schuldrechtlicher Vertrag (Angebot, Annahme). - **„wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet"** — Sache § 90 BGB, Verkäuferpflicht. - **„dem Käufer die Sache zu übergeben"** — Besitzverschaffung § 854 BGB. - **„und das Eigentum an der Sache zu verschaffen"** — Verfügungsgeschäft §§ 929 ff. BGB, Trennungsprinzip. Sechs Merkmale, sechs Lernziele. ### Schritt 2 — Definition pro Merkmal Jedes Merkmal bekommt eine **abrufbare Definition** — kurz, im eigenen Wortlaut, mit zwei bis drei Markern. Beispiel „fremd" (§ 242 StGB): > Fremd ist eine Sache, wenn sie weder im **Alleineigentum** des Täters steht noch **herrenlos** ist. Maßgeblich ist die zivilrechtliche **Eigentumslage** im Tatzeitpunkt. Marker: Alleineigentum / herrenlos / zivilrechtlich / Tatzeitpunkt — vier Anker, abprüfbar. ### Schritt 3 — Streitstand verankern Streitstände werden **am Tatbestandsmerkmal**, nicht „irgendwo daneben" gelernt. Beispiel: Theorienstreit zur „Sache" als „Tier" (§ 90a BGB) gehört zu § 433 I als Streit um den Sachbegriff im Kaufrecht (Ergebnis: Tiere können Gegenstand eines Kaufvertrags sein, § 90a S. 3 BGB). Aufbau einer Streit-Karteikarte: - **Frage**: Welche Auffassungen vertreten BGH, Lehre Mindermeinung beim Merkmal X? - **Antwort**: Eine Position pro Bullet, jeweils mit Argument („+") und Gegenargument („−"). ### Schritt 4 — Hilfsgerüst Schemata Schemata sind erlaubt — als Lernhilfsmittel, **nicht** als Klausurprodukt. Siehe `loesungsschemata` für die ehrliche Einordnung. ### Schritt 5 — Drill - Skill fragt: „Wie definierst du `fremd`?" - Studierender antwortet. - Skill prüft Vollständigkeit: vier Anker erwartet, drei genannt — „Was fehlt: zivilrechtlich oder Tatzeitpunkt?" - Korrektur, Wiederholung, in Karteikarte einfügen. ## Tatbestandsgruppen — was sich lohnt ### BGB - **Schuldrecht AT**: §§ 280, 286, 281, 311a, 313, 314, 320, 323, 326 — die Leistungsstörungs-Familie. - **Schuldrecht BT**: § 433 (Kauf), § 535 (Miete), § 631 (Werk), § 611, 611a (Dienst, Arbeitsvertrag), § 812 (Bereicherung). - **Sachenrecht**: §§ 929 ff. (Übereignung), § 932 (gutgläubiger Erwerb), § 985 (Herausgabe), § 1004 (Beseitigung/Unterlassung), §§ 994 ff. (EBV). - **Deliktsrecht**: § 823 I, § 823 II, § 826, § 831. ### StGB - **Vermögensdelikte**: §§ 242, 246, 253, 263, 266, 267. - **Tötung/Körper**: §§ 211, 212, 213, 222, 223, 224, 226, 227. - **Freiheit/Ehre**: §§ 185, 186, 187, 240, 239. - **Straßenverkehr**: §§ 315c, 316, 142. ### Öffentliches Recht - **§ 35 VwVfG** (VA). - **§§ 113, 114, 80 V VwGO** (Anfechtung, Ermessen, einstweiliger Rechtsschutz). - **Grundrechte** als Schichtenprüfung (siehe `methodenlehre-oeffentliches-recht`). ## Karteikartenintegration Diese Skill arbeitet eng mit `karteikarten`: - Pro Tatbestand → 1 Karte „Norm und Tatbestandsmerkmale" + pro Merkmal 1 Karte „Definition". - Pro Streitstand → 1 Karte mit Argumenten und Gegenargumenten. - Frequenz: Vor der Klausur 14 Tage täglich, dann SM-2-Algorithmus. ## Querverweise - `subsumtionslehre` — Tatbestände werden gelernt, **damit** subsumiert werden kann. - `karteikarten` — Format für die abrufbaren Bausteine. - `methodenlehre-zivilrecht`, `methodenlehre-strafrecht`, `methodenlehre-oeffentliches-recht` — Tatbestände im jeweiligen Methodenrahmen. - `loesungsschemata` — Hilfsgerüst (mit Disclaimer). - `pruefungsgespraech-ag` — Definitionen mündlich abfragen. ## Was diese Skill nicht tut - Sie liefert keine vorgefertigten Karteikartendecks, die der Studierende nur konsumiert. Lernzweck wäre dann verfehlt. Die Definitionen muss der Studierende formulieren — die Skill korrigiert. - Sie ersetzt keinen Palandt/Grüneberg, keinen Schönke/Schröder, keinen Kopp/Ramsauer — sie lehrt den Umgang mit dem Kommentar. - Sie übt keine ganzen Klausuren (siehe `gutachten-uebung`).