verfassungsrechtliche-pruefung
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npx mdskill add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/verfassungsrechtliche-pruefungVerfassungsrechtliche Prüfungen sind hochspezialisiert und haben existentielle Folgen für Mandanten und Allgemeinheit. Diese Prüfung ist **kein Ersatz** für anwaltliche Mandatsbearbeitung durch eine verfassungsrechtliche Spezialkanzlei. Bei konkreten Vorhaben (Verfassungsbeschwerde, Stellungnahme, Gutachten) ist eine Spezialkanzlei einzuschalten.
SKILL.md
.github/skills/verfassungsrechtliche-pruefungView on GitHub ↗
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name: verfassungsrechtliche-pruefung
description: "Master-Workflow fuer die Pruefung einer Norm oder einer Massnahme der oeffentlichen Gewalt am Grundgesetz. Gesamtschema formelle und materielle Verfassungsmaessigkeit. Ruft die Spezialskills auf: Gesetzgebungskompetenz formelle Verfassungsmaessigkeit Grundrechtspruefung Verhaeltnismaessigkeit. Vor jeder Aussage zwingend bverfg-rechtsprechung-recherchieren konsultieren. Disclaimer mehrfach."
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# Verfassungsrechtliche Prüfung — Master-Workflow
## Disclaimer (Schlüsselstelle, mehrfach)
Verfassungsrechtliche Prüfungen sind hochspezialisiert und haben existentielle Folgen für Mandanten und Allgemeinheit. Diese Prüfung ist **kein Ersatz** für anwaltliche Mandatsbearbeitung durch eine verfassungsrechtliche Spezialkanzlei. Bei konkreten Vorhaben (Verfassungsbeschwerde, Stellungnahme, Gutachten) ist eine Spezialkanzlei einzuschalten.
## Quellenpflicht
Vor jeder verfassungsrechtlichen Aussage ist Skill `bverfg-rechtsprechung-recherchieren` aufzurufen. Jede tragende Aussage benötigt einen BVerfG-Pinpoint (Az. + Rn. + URL).
## Prüfungsgegenstand klären
Vor Beginn der Prüfung ist zu klären, was eigentlich geprüft wird:
- **Formelles Gesetz** (Bundes- oder Landesgesetz)
- **Rechtsverordnung** (Prüfung gegen Ermächtigungsnorm und unmittelbar gegen GG)
- **Satzung**
- **Verwaltungsakt** oder sonstige Maßnahme der vollziehenden Gewalt
- **Gerichtsentscheidung** (Prüfungsmaßstab: spezifisches Verfassungsrecht, Lüth BVerfGE 7, 198)
## Gesamtschema
### A. Formelle Verfassungsmäßigkeit
**Skill aufrufen:** `gesetzgebungskompetenz-pruefen` und `formelle-verfassungsmaessigkeit`.
1. **Zuständigkeit (Gesetzgebungskompetenz)**
- Art. 70 GG (Grundregel: Länder, soweit GG nicht Bund)
- Art. 71–72 GG (ausschließliche und konkurrierende Gesetzgebung)
- Art. 73 GG (Katalog Bund ausschließlich)
- Art. 74 GG (Katalog konkurrierend) ggf. mit Art. 72 Abs. 2 GG (Erforderlichkeitsklausel) oder Art. 72 Abs. 3 GG (Abweichungsgesetzgebung)
- Art. 75 GG a.F. (Rahmengesetzgebung) — **seit Föderalismusreform 2006 abgeschafft**
- Bei Verwaltungskompetenzen: Art. 83 ff. GG
2. **Verfahren (Art. 76–82 GG)**
- Einbringung (Art. 76 GG)
- Drei Lesungen im Bundestag (§§ 78–86 GOBT)
- Beteiligung Bundesrat (Art. 77, 78 GG — Zustimmungs- vs. Einspruchsgesetz)
- Ausfertigung durch Bundespräsidenten (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG)
- Verkündung im Bundesgesetzblatt (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG)
3. **Form**
- Bestimmtheitsgebot (rechtsstaatliches Erfordernis)
- Zitiergebot (Art. 19 Abs. 1 S. 2 GG bei Grundrechtseinschränkungen)
- Wesentlichkeitstheorie / Parlamentsvorbehalt (Kalkar BVerfGE 49, 89)
### B. Materielle Verfassungsmäßigkeit
**Skill aufrufen:** `grundrechtspruefung` und `verhaeltnismaessigkeit`.
Pro betroffenem Grundrecht und pro betroffener Verfassungsnorm separat:
1. **Schutzbereichseröffnung** — persönlich und sachlich
2. **Eingriff** — modern: jede Beeinträchtigung des Schutzbereichs, klassisch: final, unmittelbar, rechtsförmig, mit Befehl/Zwang
3. **Verfassungsrechtliche Rechtfertigung**
- Schranke (einfacher Gesetzesvorbehalt, qualifizierter Vorbehalt, verfassungsimmanente Schranken bei vorbehaltlosen Grundrechten)
- Schranken-Schranken (Verhältnismäßigkeit, Wesensgehalt Art. 19 Abs. 2 GG, Zitiergebot Art. 19 Abs. 1 S. 2 GG, allgemeine Geltung Art. 19 Abs. 1 S. 1 GG, Wechselwirkung)
- **Verhältnismäßigkeit** (Skill `verhaeltnismaessigkeit`): legitimer Zweck, Geeignetheit, Erforderlichkeit, Angemessenheit
4. **Sonstige verfassungsrechtliche Bindungen**
- Bundesstaatsprinzip Art. 20 Abs. 1 GG
- Demokratieprinzip Art. 20 Abs. 1, 2 GG
- Rechtsstaatsprinzip Art. 20 Abs. 3 GG (Vertrauensschutz, Rückwirkungsverbot, Bestimmtheit)
- Sozialstaatsprinzip Art. 20 Abs. 1 GG
- Europarechtsfreundlichkeit (Lissabon BVerfGE 123, 267; PSPP BVerfGE 154, 17)
### C. Gesamtergebnis
- Wenn formell **und** materiell verfassungsgemäß: Norm/Maßnahme bestätigt.
- Wenn ein Prüfungspunkt scheitert: Norm/Maßnahme verfassungswidrig.
- Bei verfassungskonformer Auslegung: Auslegung formulieren, die Norm und GG vereinbart (Grenzen: Wortlaut und gesetzgeberischer Wille).
## Output-Format
```
VERFASSUNGSRECHTLICHE PRÜFUNG
Prüfungsgegenstand: <Norm / Maßnahme>
A. Formelle Verfassungsmäßigkeit
1. Gesetzgebungskompetenz
- Einschlägig: Art. ___ GG
- Ergebnis: [vereinbar / unvereinbar]
- BVerfG-Pinpoint: ___
2. Verfahren
- Einbringung Art. 76 GG: ___
- Drei Lesungen: ___
- Bundesrat (Art. 77, 78 GG): ___
- Ausfertigung Art. 82 GG: ___
3. Form
- Bestimmtheit: ___
- Zitiergebot Art. 19 Abs. 1 S. 2 GG: ___
- Wesentlichkeit (Kalkar BVerfGE 49, 89): ___
B. Materielle Verfassungsmäßigkeit
1. Grundrecht ___
- Schutzbereich: ___
- Eingriff: ___
- Rechtfertigung: Schranke ___ / Schranken-Schranken
- Verhältnismäßigkeit:
- Legitimer Zweck: ___
- Geeignetheit: ___
- Erforderlichkeit: ___
- Angemessenheit: ___
- BVerfG-Pinpoint: ___
C. Gesamtergebnis
[verfassungsgemäß / verfassungswidrig / verfassungskonform auslegbar]
Quellen
- [Liste aller BVerfG-Entscheidungen mit Az., Rn., URL]
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## Disclaimer-Wiederholung (vor jedem Output)
Diese Prüfung ist eine strukturierte Modellauswertung und **kein Ersatz** für anwaltliche Mandatsbearbeitung. Insbesondere die Beurteilung der Vereinbarkeit konkreter Normen mit dem GG bleibt im Streitfall dem BVerfG vorbehalten (Verwerfungsmonopol Art. 100 GG).