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name: fachanwalt-vergaberecht-nachpruefungsverfahren-vk
description: "Nachpruefungsverfahren VK Vergabekammer § 160 ff GWB. Antragsfrist 15 Werktage nach Ruegen-Ablehnung. Aufschiebende Wirkung Zuschlag verboten § 169 GWB. Sofortbeschwerde OLG. Workflow Antrag VK-Verfahren OLG."
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# Nachprüfungsverfahren VK
## Zweck
Klage gegen Vergabe-Entscheidungen vor Vergabekammer (VK).
## 1) Zuständigkeit
### Schwellen-Werte (Stand 2024)
- Bauleistungen ab 5.538.000 EUR
- Liefer- / Dienstleistungen ab 221.000 EUR
- Konzessions-Vergabe ab 5.538.000 EUR
### Vergabekammer
- Bei Bund: Bundeskartellamt (VK Bund)
- Bei Land: Landeskartellbehoerde
- Bei Kommune: meist Bezirksregierung VK
## 2) Antragsfristen § 160 III GWB
### Pflicht-Ruege vor Antrag
- Antrag ohne Ruege unzulaessig
### Antragsfrist
- **15 Werktage** nach Ablehnung der Ruege
- Bei Schweigen Vergabestelle 14 Tage: Antrag ohne Ablehnungs-Brief möglich
### Präklusion
- Bei Versäumnis: Antrag unzulaessig
## 3) Aufschiebende Wirkung § 169 GWB
### Suspensiveffekt
- Mit Antrag VK: **Zuschlag-Verbot** Vergabestelle
- Schutz vor Vollzug
- Sicherheits-Mechanismus
### Aufhebung Suspensiveffekt § 169 II GWB
- Antrag Vergabestelle bei VK
- VK pruef: überwiegendes Interesse
## 4) Verfahren
### Schritt 1 — Antrag
- Schriftlich an VK
- Antragsteller-Begründung
- Beweis Ruege
### Schritt 2 — Anhörung
- Beide Seiten + ggf. Bieter
- Schriftsatz-Wechsel
- Beweisaufnahme
### Schritt 3 — Beschluss VK
- 5 Wochen Standardfrist
- Bei Begründung: Vergabe-Korrektur
### Schritt 4 — Sofortbeschwerde OLG § 171 GWB
- Frist 2 Wochen
- Vergabesenat OLG
- Letzte Instanz
## 5) Entscheidungs-Möglichkeiten
### VK kann
- Vergabe-Verfahren auf bestimmten Stand zurueckversetzen
- Konkrete Maßnahmen anordnen
- Antrag ablehnen
### Folge für Vergabestelle
- Vergabe muss korrigiert / neu durchgeführt werden
- Bei Zuschlag bereits erteilt: Aufhebung schwer (§ 168 GWB)
## 6) Workflow
### Phase 1 — Ruege erfolgt
### Phase 2 — Antrag VK
- Mit Anwalt-Schriftsatz
- Glaubhaftmachung Schaden / Verletzung
### Phase 3 — VK-Verfahren
- Sachverhalts-Vortrag
- Beweis-Anträge
- Schriftsatz-Wechsel
### Phase 4 — Beschluss
- Bei Erfolg: Vergabe-Korrektur
- Bei Niederlage: OLG-Beschwerde
## 7) Kosten
- VK-Gebuehr nach GWB (relativ zur Auftrags-Summe)
- Anwaltsgebuehren nach RVG
- Sicherheits-Leistung bei Aufschiebung
## 8) Typische Fehler
1. **Ruege versäumt** vor Antrag
2. **15-Werktage-Frist verpasst**
3. **Schriftsatz pauschal** ohne Beweismittel
4. **Aufschiebung beantragt** Vergabestelle übersehen
## 9) OLG-Linien
- OLG Duesseldorf laufend (Vergabesenat)
- BGH KZR-Linie zu Nachprüfungsverfahren
## Anschluss
- `fachanwalt-vergaberecht-ruegeschriftsatz-160-gwb` — vor Antrag
- `fachanwalt-vergaberecht-de-facto-vergabe-klage` — bei De-facto-Vergabe
- `fachanwalt-vergaberecht-orientierung` — Triage
## Vertiefung: Output-Template VK-Verfahren
### Output-Template Antrag Zuschlagssperre § 169 GWB
**Adressat:** Vergabekammer — Tonfall: sachlich-juristisch, eilig
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An die Vergabekammer [NAME]
Antrag auf Untersagung des Zuschlags (§ 169 Abs. 2 GWB)
Az. Verfahren: [AZ.]
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Nachpruefungsverfahren beantragen wir zugleich,
der Antragsgegnerin zu untersagen, den Zuschlag zu erteilen,
bis ueber den Nachpruefungsantrag entschieden wurde.
Begruendung: § 169 Abs. 1 GWB gilt die Zuschlagssperre
automatisch bis zur Entscheidung der Vergabekammer.
Eine ausnahmsweise sofortige Zuschlagserteilung (§ 169 Abs. 2)
waere hier nicht gerechtfertigt, weil:
[Begruendung: kein ueberragendes Interesse an sofortigem Zuschlag]
[Rechtsanwalt/-anwaeltin]
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